Doppeltes Jubiläum bei der JBH Siegburg Rhein-Sieg e.V.
Siegburg. Im Rahmen eines Sommerfestes auf dem Gelände der Kinderburg „Veronika Keller“ konnte die Jugendbehindertenhilfe Siegburg Rhein-Sieg e.V. gleich zwei Jubiläen feiern. Zum einen konnte der Verein auf vierzig erfolgreiche Jahre zurückblicken, während die Kinderburg „Veronika Keller“ nun seit drei Jahrzehnten einen behüteten Hort für die Kleinsten darstellt. Zahlreiche Freunde, Förderer und Begleiter versammelten sich bei stabilem Septemberwetter und lauschten den Rednern auf der Bühne.
Den offiziellen Teil der Feierstunde eröffnete der amtierende Geschäftsführer Daniel Heinrich: „40 Jahre – das sind vier Jahrzehnte voller Engagement, Mut, Entwicklung und vor allem: voller Menschen, die sich dafür eingesetzt haben, dass Kinder ohne und mit Behinderung ihren Platz in unserer Gesellschaft haben – selbstverständlich, gleichberechtigt und mitten unter uns. 30 Jahre Veronika-Keller-Kinderburg – 30 Jahre, in denen hier Kinder gelacht, gespielt, gelernt und Freundschaften geschlossen haben. Viele Generationen von Kindern haben diese Einrichtung geprägt – und die Kinderburg hat umgekehrt auch das Leben vieler Familien geprägt.“ Er sprach nicht nur über seinen persönlichen Weg vom Vater bis zum Vorstandsmitglied, sondern gab auch einen Ausblick auf die Umwandlung des Vereins zur gGmbH. Im Anschluss fasste Jörg-Peter Schlieder, der ebenfalls jahrelang Geschäftsführer der JBH war und als Vater des Entenrennens gilt, die aufregende Geschichte der Einrichtung und des Vereins zusammen: sei es die Ferienfreizeiten und kreativen Aktionen, um Geld zu sammeln, die Geburt der Kinderburg unter der Leitung von Architekt Hartmut de Corné, die Unterstützung der Familie Keller, die Übernahme der „Kleinen Strolche“, die Probleme bei der Umstellung der Fördersystematik, von der Etablierung des QM-Systems bis hin zu der turbulenten Corona-Zeit. Jörg-Peter Schlieder wies auf die Trägerkonzepte hin und auf die grandiose Arbeit des Personals, bevor er die Verdienste des JBH-Gründers Hans Hüngsberg und seiner Frau Inge hervorhob.
Hans Hüngsberg schloss sich mit einer sehr emotionalen Rede an, die für ihn ein großes Dankeschön bedeutete. „Ich spreche über das Herzblut, welches unsere Einrichtungen – die Kinderburg „Veronika Keller“ und die Kleinen Strolche – mit Leben füllt. Dieses Herzblut, das seid Ihr! Ihr allein.“ Er vergaß niemanden: jeden Mitarbeiter, die Pädagogen, Therapeuten und Fachberatungen, die Leitungen, den Vorstand und die engagierten Eltern. Großen Dank und Anerkennung zollte er seiner Frau Inge, seinem Freund Jörg-Peter Schlieder und dem Ehepaar Hans-Alfred und Veronika Keller: „Sie haben uns auf unserem gesamten Werdegang treu begleitet, wobei Frau Keller die treibende Rolle einnahm. Sie war die gute Seele unserer Einrichtung.“ Er kam zu dem Fazit, dass die JBH nicht nur von einer oder wenigen Personen verkörpert wird, sondern von einer starken Gemeinschaft: „Lassen Sie uns dieses Feuer, diese Leidenschaft und dieses große Herz auch in die nächsten Jahrzehnte tragen. Solange wir dieses Herzblut teilen, wird der Begriff „Barriere“ auch in Zukunft keine Chance haben. Ich habe diese 40 Jahre im Ehrenamt nie als Belastung empfunden. Es hat mir einfach unglaublich viel Spaß gemacht.“ Nach diesen berührenden Worten ehrte man neben den Leitungen der JBH auch Inge Hüngsberg und Aleka Heinrich, die Vorsitzende des Verwaltungsrats, mit Blumen.
Im Anschluss ging dann das bunte Sommerfest in den gemütlichen Partymodus über. Die Kinder hatten Spaß auf dem Barfußpfad, bei den Ballonkünstlern oder am Eiswagen, während die Erwachsenen bei guten Gesprächen und köstlichen Leckereien die Zeit genossen. Moderator Erik Monien von der „TV-Schmiede“ führte durch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, das keine Wünsche offenließ. Somit wurde ein wunderbares Doppel-Jubiläum begangen, das Lust auf die nächsten gemeinsamen Jahre macht.
Bild: Ehrungen auf der Bühne (von links nach rechts): Claudia Neumann, stellvertretende Leitung „Kleine Strolche“, Inge Hüngsberg, stellvertretende Schatzmeisterin, Jörg-Peter Schlieder, Petra Opschondek, Leitung Fachberatung, Geschäftsführer Daniel Heinrich, Hanna Grunwald-Martin, Leitung Fachbereich Interdisziplinäre Eingliederungshilfe, Aleka Heinrich, Vorsitzende des Verwaltungsrats, Hans Hüngsberg, Yvonne Aziz, kommissarische Leitung Kinderburg, Nadine Roth, Leitung „Kleine Strolche“, Nina Heep-Mercurio – Leitung Kinderburg (z. Zt. in Elternzeit). Foto: JBH
