Siegburg. Die 38. Ordentliche Mitgliederversammlung der Jugendbehindertenhilfe Siegburg Rhein-Sieg e.V. in der Kinderburg „Veronika Keller“ informierte über Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges.
Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Hans Hüngsberg gab er gemeinsam mit dem 1. Geschäftsführer Daniel Heinrich einen Rückblick auf verschiedene Themen, unter anderem auf die Personalsituation, auf Infrastruktur und Ausstattung. Im Einzelnen verwies Hans Hüngsberg auf die erfolgten Sanierungs-, Instandsetzungs- und Beschaffungsmaßnahmen in den Innen- und Außenbereichen der Einrichtungen. Anschließend führte er aus, dass für ihn mit dieser Mitglieder-versammlung – alle 38 Versammlungen hatte er als 1. Vorsitzender und Versammlungsleiter durchgeführt und erlebt – ein Abschnitt JBH-Geschichte zu Ende geht. Ihm war anzumerken, dass dies ein besonderer Moment für ihn ist.
Daniel Heinrich teilte mit, dass er Anfang Oktober 2025 die Funktion des 1. Geschäftsführers kommissarisch übernommen hat. Nach der Amtsübernahme galt es für ihn, eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Somit war diese bisherige Zeit geprägt von intensiver Einarbeitung, strukturellen Anpassungen sowie der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeitenden und Eltern/Erziehungsberechtigten der Kinder. Er dankte allen für das gemeinsame Engagement und die qualifizierte und kompetente Arbeit.
Yvonne Aziz, kommissarische Leitung der Kinderburg „Veronika Keller“, Nadine Roth, Leitung der „kleinen Strolche“, sowie Petra Opschondek, Leitung Fachberatung und in Vertretung von Hanna Grunwald-Martin, Leitung Fachbereich Interdisziplinäre Eingliederungshilfe der JBH
(IEGH) folgten mit ihren Berichten. Die Ausführungen zielten auf die Personallage, die Belegungs-situation im Kitajahr 2025/2026, die Belegungsplanungen des Kitajahres 2026/2027 und auf die pädagogischen Schwerpunktaufgaben. Sie betonten dabei die gestiegene Anzahl von Rückstellungen und den hohen Stand von Förderkindern in beiden Einrichtungen. Trotz erheblicher Belastungen konnten die umfassenden täglichen Herausforderungen in der pädagogischen, heilpädagogischen und interdisziplinären Arbeit dank des lobenswerten Einsatzes aller Mitarbeitenden uneingeschränkt bewältigt werden.
Der Steuerberater Ulf Daniel informierte über wesentliche Sachstände aus dem vorliegenden Jahresabschluss 2025 – bestehend aus Vermögensstatus und Gewinn-/Verlustrechnung. Das Geschäftsjahr 2025, nach mehreren zum Teil schwierigen Jahren, war gekennzeichnet von einer starken Verbesserung der Ertrags- und Finanzlage.
Der 1. Schatzmeister Willi Köchner stellte dar, dass im Jahr 2025 ein sehr positives Jahresergebnis erzielt werden konnte. Es ist jedoch zu erwarten, dass für das Jahr 2026 Belastungen auftreten werden, die jedoch dank des Finanzpuffers voraussichtlich aufgefangen werden können.
Nach dem Bericht der Kassenprüfer, verbunden mit dem Dank an Ingeborg Hüngsberg als verantwortliche 2. Schatzmeisterin für die äußerst korrekte und fehlerfreie Buchführung, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Somit stand die Neuwahl des Vorstandes an, in der die bestehenden Mitglieder in ihren Positionen bestätigt wurden.
Nachfolgend informierte der Projektbeauftragter Jörg-Peter Schlieder über den Sachstand des geplanten Formwechsels der JBH. Der Verein wechselt sein „Rechtskleid“ von einem eingetragenen Verein zu einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH). Die Rechtsträgerschaft wird davon nicht berührt und bleibt in seiner rechtlichen und wirtschaftlichen Identität bestehen. Dieser beabsichtigte Formwechsel erforderte eine Änderung der Satzung und damit die Entscheidung der anwesenden Mitglieder. Die Entscheidung für die Satzungsänderung erfolgte einstimmig.
Ferner informierte Jörg-Peter Schlieder die Mitglieder, dass die Einberufung einer weiteren Mitgliederversammlung notwendig wird, um den beabsichtigten Formwechsel in der Anwesenheit eines Notars durch die Vereinsmitglieder zu bescheiden. Abgeschlossen wird das formale Vorgehen durch die Einberufung einer Gesellschafterversammlung. In dieser Versammlung werden unter anderem die Entscheidungen über den Gesellschaftsvertrag, die Wahl des Geschäftsführers und die Einrichtung eines Beirats erfolgen.
Die Mitgliederversammlung schloss mit der Erklärung des 1. Vorsitzenden, dass er den Verein weiterhin im neu aufgestellten Förderverein unterstützen wird. Er freue sich auf diese Herausforderung. Er dankte allen Mitwirkenden, die zu diesem positiven Jahresergebnis beigetragen haben.
In weiteren Einzelheiten wird auf das beiliegende Protokoll verwiesen, das sich herunterladen lässt.
Dirk Woiciech
Pressesprecher
