Siegburg. Wenn man die Kinderburg „Veronika Keller“ besucht, fällt sofort die schwarze Tafel auf der linken Seite ins Auge. Die Form ähnelt einer Stele, auch wenn sie nicht an ein Denkmal oder sogar an einen Grabstein erinnern soll. Die Tafel verdeutlicht vielmehr Erinnerung, Dankbarkeit und Andenken, aber auch Verpflichtung. Drei Bilder zeigen Grundstück und Baubeginn des Gebäudes der Kinderburg “Veronika Keller“. Einige wenige Zeitabläufe setzen inhaltliche Schwerpunkte.
Die nachfolgenden Portraits von Frau Veronika Keller, Herrn Hans Hüngsberg und Herrn Hartmut de Corné sind symbolischer Ausdruck von Persönlichkeiten für ihr gemeinsames Anliegen, Kinder mit und ohne Förderbedarf in einem Gebäude zusammenzubringen, damit sie gemeinsam spielen, lernen und lachen können. Veronika Keller, eine großherzige, sozial engagierte und tatkräftige Förderin. Ohne sie und die wertvolle Unterstützung ihres Ehemannes, Herrn Alfred Keller, wäre die Errichtung des Gebäudes in seiner immer noch bewunderungs-würdigen Struktur nicht möglich gewesen.
Hartmut de Corné, ein Architekt, der mit der Konzeption des Gebäudes seine tiefe Auseinandersetzung mit dem gebauten Raum und bei der Gestaltung der Räumlichkeiten und der offenen Spielbereiche sein ausgeprägtes Einfühlungs-vermögen für die Kinder offenbarte.
Hans Hüngsberg hat diese beiden Persönlichkeiten symbolisch an seiner Seite. Wir alle wissen um sein lobenswertes soziales Engagement, sein Handeln als kreativer Impulsgeber, als Kompassnadel und als Brückenbauer. Ihm war immer klar, dass nur im Miteinander und mit lobenswerter Unterstützung von großzügigen Förderern Ziele erreicht werden können. Die Portraits verkörpern somit dieses Gemeinsame, das gegenseitige Vertrauen und die hohe Wertschätzung untereinander. Und sie sind ein tiefer Ausdruck von Dankbarkeit. Die Symbolik der Tafel soll auch Verpflichtung für uns JBH’ler in unseren beiden Kindertagesstätten Kinderburg “Veronika Keller“ und “Die kleinen Strolche“ aber auch im Vorstand sein, weiterhin alles einzusetzen, um den Kindern mit und ohne Förderbedarf Wohlfühloasen anzubieten. Die Grundidee zu dieser Darstellung stammt vom Architekten selbst. Sie wurde durch seinen Sohne Eric de Corné aufgenommen, gestaltet und gesponsert.
Bild: Die Leiterin der Kinderburg Nina Heep-Mercurio, JBH-Vorsitzender Hans Hüngsberg und die stellvertretende Leiterin der Kinderburg Yvonne Aziz (von links) vor der informativen Stele. Foto: JBH